  Tunnelpatin Annekathrin Heidt und EBM Roger Heidt
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07.10.2011
Projektgruppe unter Führung von EBM Roger Heidt gebildet – Heidt: Buchbusch kann zeitnah und in komprimierter Form erschlossen werden
Nördlich der Autobahn A8 auf Höhe des Anschlusses Pforzheim Nord haben die Arbeiten für das künftige Gewerbegebiet Buchbusch begonnen. Zur Bereitstellung der Infrastruktur gehört auch die entwässerungstechnische Erschließung des Gebietes. Dazu wird ein Abwasserstollen unter der Autobahn hindurch von Norden nach Süden 450 Meter lang vorangetrieben (Ausgangspunkt ist nördlich der Autobahnanschlussstelle Nord, Endpunkt beim Klumpensee/ Zum Obsthof). Den Tunnelanschlag hat die Tunnelpatin Annekathrin Heidt in Anwesenheit von Erstem Bürgermeister Roger Heidt vorgenommen. „Denn nach einer althergebrachten Sitte im Tunnelbau ist es immer eine Frau, die die Tunnelpatenschaft übernimmt und so den Bergleuten und dem gesamten Bauvorhaben Glück bringt“, erklärt Annekathrin Heidt. „Die Tunnelpatin galt früher als die irdische Vertreterin der Heiligen Barbara, der Schutzpatronin der Bergleute, und wird während des gesamten Bauvorhabens immer wieder für das leibliche Wohl der Mineure sorgen.“
Insgesamt 58 Hektar Gewerbefläche werden in Buchbusch ab Frühjahr 2013 zur Verfügung stehen. Für seine Erschließung wurde unter Federführung des Ersten Bürgermeisters Roger Heidt eigens eine Projektgruppe (Task Force Buchbusch) gebildet. „Diese zeigt bereits sichtbare Erfolge“, meint der Erste Bürgermeister. „Durch ihre Arbeit können wir das Gewerbegebiet sehr zeitnah und in komprimierter Form erschließen“. Für Ende Februar 2012 ist der Durchschlag des Abwasserstollens am Klumpensee/ Obsthof vorgesehen. Die 16 Meter tiefe und 16 Meter breite Baugrube dafür ist bereits hergestellt. „Bis Ende 2012 werden wir voraussichtlich die gesamte entwässerungstechnische Erschließung (dazu zählen Stollen und Pumpwerk) beenden können“, so Heidt weiter. Die Investitionen der Stadtentwässerung für dieses Projekt belaufen sich auf 17,5 Millionen Euro, wovon allein fünf Millionen Euro auf den Abwasserstollen entfallen. „Alles in allem investiert die Stadt Pforzheim rund 30 Millionen Euro in die Erschließung des Gewerbegebietes Buchbusch“, so Heidt.
Begeistert ist der Erste Bürgermeister von den zeitlichen Abläufen: Parallel zu den entwässerungstechnischen Erschließungsarbeiten werden Investoren bereits ab Frühjahr 2012 mit ihren Hochbauten beginnen können. Gleiches gilt für die Infrastruktur, die innerhalb von Buchbusch bereitgestellt wird: Kanäle, Strom, Gas, Wasser, Internet und Verkehrsflächen. „Damit stehen kurzfristig erschlossene Grundstücke zur Verfügung, auf denen sich Gewerbebetriebe ansiedeln können“, erklärt der EBM.
Durchaus beeindruckend sind aber auch die Zahlen, die im Zusammenhang mit dem Bau des Abwasserstollens stehen: 16.200 Kubikmeter Fels und 8.500 Kubikmeter Erde werden hier oberirdisch und 5.600 Kubikmeter Erde unterirdisch – unter Einsatz von Mensch und Maschine im Berg – bewegt. Mit Spritzbeton wird dann im Stollen eine sogenannte Stollen- bzw. Tunnelschale eingesetzt, die an ihrer breitesten Stelle jeweils drei Meter breit und hoch sein wird. Zuvor muss allerdings Gestein gelöst und abgebaut werden. Eingebaut wird ebenfalls eine Bewehrung, die zusammen mit der Tunnelschale aus Spritzbeton, den Stollen vor einem Einsturz sichern soll. Die Tunnelwände werden eine Fläche von 8.700 Quadratmetern haben, dies entspricht 2.000 Kubikmetern Spritzbeton. Der Boden des Stollens, die sogenannte Sohle, wird zusätzlich aus etwa 1.250 Kubikmetern Ortbeton hergestellt.
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