von links: Jochen Wacker, Irmgard Otto, Hans-Günter Engelsberger, Birgit Seese, Herbert Bossinger, Joachim Schmider, Susanne Nittel, OB Gert Hager, Meike Ahrens, Arno Rastetter, Dr. Christoph Dickmanns und Jens Mühleisen. |  | 28.02.12
Fachkräfte-Initiative Region Pforzheim gegen Fachkräftemangel - Mögliches Szenario: es könnten bis zu 13.000 Fachkräfte fehlen bis 2030
Qualifizierte Mitarbeiter sind Grundvoraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. Prognosen zufolge werden den Unternehmen in der Region Pforzheim bis zum Jahr 2030 je nach Szenario bis zu 13000 Fachkräfte fehlen. Bei einem großen Teil handelt es sich um Facharbeiter, gefolgt von Hochschulabsolventen. Damit kommt dem Thema „Fachkräftesicherung“ für unseren Wirtschaftsstandort in den kommenden Jahren eine herausragende Bedeutung zu: „Zu diesem Zweck haben sich die wesentlichen Mitspieler mit ihren ganz unterschiedlichen Kompetenzen am Montagnachmittag getroffen, um ihr jeweiliges Wissen zu nutzen, zusammenzuführen und die Gründung einer Fachkräfte-Allianz Region Pforzheim vorzubereiten“, so Oberbürgermeister Gert Hager. Diese Initiative baut auf Erfahrungen und Ergebnisse der Demographie-Initiative, mit der in den Jahren 2009 bis 2011 wichtige Grundlagen und Erkenntnisse für die zukünftige Arbeit gelegt wurden.
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Die Ergebnisse der Demographie-Initiative verdeutlichten, dass der Region Pforzheim (Stadt Pforzheim, Enzkreis, Teile des Kreises Calw) bis zum Jahr 2030 bei günstiger Prognose mindestens 4500 und bei ungünstiger Prognose bis zu 13000 Fachkräfte fehlen. Diese Facharbeiter sind in der Regel räumlich nicht so mobil so dass die Unternehmen vor Ort nur schwer Mitarbeiter von außen anwerben können. „Wir brauchen Maßnahmen vor Ort, um dieses Defizit zu lösen“, so WSP-Direktor Dr. Christoph Dickmanns. Danach müssen zur Fachkräftesicherung verschiedene Potenziale aktiviert werden. Hierzu zählen unter anderen Berufswiedereinsteigerinnen, ältere Mitarbeiter, Teilzeitbeschäftigte, die ihre Arbeitszeit erhöhen möchten, Jugendliche mit Ausbildungsdefiziten, Tagespendler und Menschen mit Migrationshintergrund. Die Fachkräfte-Allianz will Maßnahmen entwickeln, um diese Fachkräfte für die Zukunft für die Unternehmen zu gewinnen bzw. zu halten. Vier Ziele haben die Initiatoren der Fachkräfte-Allianz Region Pforzheim ausgemacht: Sensibilisierung der kommunalen und regionalen Akteure für die Notwendigkeit zur Fachkräftesicherung, Sensibilisierung und Unterstützung der Unternehmen, ihren zukünftigen Fachkräftemangel zu erkennen und dem entgegenzuwirken, Unterstützung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zur Sicherung und Weiterentwicklung ihrer Beschäftigungsfähigkeit und –möglichkeit sowie die Vernetzung von Unternehmen. „Dazu haben wir heute einen großen Schritt getan, bereits im Frühsommer 2012 erwarten wir erste Ergebnisse beispielsweise über die Frage, wie wir Arbeitnehmer unterstützen können“, so der Oberbürgermeister. Nach dem Auftaktgespräch vom Montag sind jetzt Unternehmer- und Arbeitnehmerbefragungen, Expertengespräche und die Gründung eines regionalen Netzwerks in der Planung.
An dem Auftaktgespräch haben neben Oberbürgermeister Gert Hager, Jens Mühleisen (Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald), Hans-Günter Engelsberger (Handwerkskammer Karlsruhe), Susanne Nittel (DGB Region Nordschwarzwald), Irmgard Otto und Joachim Schmider (Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg) Arno Rastetter (IG Metall Pforzheim), ,Birgit Seese und Herbert Bossinger (Baden-Württemberg International GmbH), Jochen Wacker (Jobcenter Pforzheim), sowie Dr. Christoph Dickmanns und Meike Ahrens (beide WSP) teilgenommen. |