Fachkräfte-Allianz Region Pforzheim: Arbeitsgruppen sollen zügig ihre Arbeit aufnehmen

Foto: Netzwerk Mensch

29.06.12

OB Gert Hager bittet Unternehmen um intensive Unterstützung



Durch geeignete Maßnahmen und Aktivitäten sicherzustellen, dass den Unternehmen in der Region Pforzheim langfristig Fachkräfte in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen: Das ist das übergeordnete Ziel der Fachkräfte-Allianz Region Pforzheim, die jüngst zwischen der Stadt Pforzheim und zahlreichen Partnern beschlossen wurde. Nach der gelungenen Auftaktveranstaltung im Pforzheimer CongressCentrum am 11. Juni sollen nun die geplanten Arbeitsgruppen innerhalb der Allianz zügig ihre Arbeit aufnehmen. „Wir werden jetzt die nächsten Schritte in die Wege leiten“, so Oberbürgermeister Gert Hager. Dazu sollen sich die Allianzpartner schon in Kürze zur Abstimmung treffen.  Zu den Partnern zählen der städtische Eigenbetrieb Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim, der Landkreis Enzkreis, die Hochschule Pforzheim, die IHK Nordschwarzwald, die Handwerkskammer Karlsruhe, die Agentur für Arbeit Pforzheim, das Jobcenter Pforzheim, der Deutsche Gewerkschaftsbund Nordbaden, die IG Metall Pforzheim und die WFG Nordschwarzwald.

Bereits bei der Auftaktveranstaltung im CCP hatten die verschiedenen Unternehmen und Allianzpartner die Möglichkeit, sich für die Arbeitsgruppen zu den Themen „Qualifizierung und Aus-/Fortbildung“, „Arbeitszeit und Arbeitsvolumen“, „Mobilität“, „Gesundheitsförderung“ und „Familienfreundlichkeit (Kinderbetreuung/Pflege)“ anzumelden. Dieses Angebot ist auf großes Interesse gestoßen. „Es gibt eine erfreulich große Zahl an Anmeldungen“, so der Oberbürgermeister weiter. Nun sollen auch Unternehmen, die nicht an der Auftaktveranstaltung teilnehmen konnten, die Möglichkeit erhalten, sich zu den Arbeitsgruppen anzumelden. „Ich bitte Sie, sich intensiv an der Allianz Region Pforzheim zu beteiligen“, wendet sich der Rathauschef an die betroffenen Betriebe. „Die Arbeitsgruppen stellen dazu eine hervorragende Möglichkeit dar.“

Es handelt sich bei der Fachkräfte-Allianz um eine Initiative, die den Unternehmen nutzen und helfen soll, ihren aktuellen und künftigen Fachkräftebedarf zu decken. Genau bei diesen Bemühungen sollen die Betriebe intensiv unterstützt werden. Daher soll sich die Allianz an den Möglichkeiten, bisherigen Erfahrungen, Bedürfnissen und Wünschen der Unternehmen orientieren. Diese wiederum sollen intensiv eingebunden werden und dadurch für das Thema sensibilisiert werden.

Auskünfte und Entgegennahme der Anmeldungen zu den Arbeitsgruppen: Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim, Meike Ahrens, Tel. 07231 39-3297, Email: meike.ahrens@ws-pforzheim.de

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Hintergrund

Eine große Resonanz erfuhr die Auftaktveranstaltung der Fachkräfte-Allianz am 11. Juni: Rund 100 Teilnehmer kamen im Pforzheimer CongressCentrum zusammen, um ein Thema zu erörtern, das „uns alle angeht“, wie Oberbürgermeister Gert Hager in seiner Eröffnungsrede sagte. So braucht die Region Fachkräfte. Bis 2030 werden ihr ohne Gegensteuern und je nach Wanderungsannahme zwischen 4.500 und 13.000 Arbeitnehmer fehlen. Diskutiert wurden bei der Auftaktveranstaltung auch verschiedene Faktoren, die im Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter zukünftig an Bedeutung gewinnen. Anhaltspunkte dazu liefert eine aktuelle Befragung, deren Ergebnisse bei der Veranstaltung erstmals veröffentlicht wurden. Erfragt wurde die Sicht der Arbeitnehmer auf die Situation in den  Bereichen Kinderbetreuung und Pflege, Gesundheitsförderung, Qualifizierung und Fortbildung, Arbeitszeitmodelle und Mobilität. Demnach sind Arbeitsplatzsicherheit und angemessene Bezahlung für die meisten  Arbeitnehmer wichtig. Von der Gesundheitsförderung fühlen sich viele dagegen ausgeschlossen.

Als Grundlage der Zusammenarbeit der Fachkräfte-Allianz unterzeichneten die Allianzpartner bei der Veranstaltung feierlich ein Bündnispapier. Inhalt der Vereinbarung sind insbesondere die Ziele und Handlungsfelder, welche die Allianzpartner anpacken wollen, um die Fachkräftebasis in der Region auch zukünftig zu sichern:

1. Nachwuchs durch betriebliche Ausbildung sichern;

2. Berufliche Weiterbildungsprogramme ausbauen;

3. Beschäftigung von Frauen steigern;

4. Personen mit Migrationshintergrund besser in den Arbeitsmarkt integrieren;

5. Beschäftigung älterer Personen erhöhen;

6. Arbeitslosigkeit, insbesondere Langzeitarbeitslosigkeit, abbauen;

7. Absolventen der Hochschule an den Standort binden,

8. Durch Standortmarketing auswärtige Fachkräfte gewinnen.






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