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Das stark im Jugendstil erbaute Pforzheim der Jahrhundertwende wurde im Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört. Bedingt durch den zügigen Wiederaufbau in der Nachkriegszeit wird das heutige Stadtbild, insbesondere auch der zentrale Stadtkern und die Geschäftsstraßen, durch rationale Funktional- und Profanbauten der 1950er/ 1960er Jahre geprägt. Ein Großteil dieser Bauwerke steht bereits heute unter Denkmalschutz. Auf Grund dieser Entwicklung präsentiert sich Pforzheim heute architektonisch als moderne Stadt, zu der eine Vielzahl der Einwohner Pforzheims ein differenziertes Verhältnis haben.

Vor dieser Kulisse veranstaltet das WSP CityMarketing seit 2002 das „Pforzheimer Wirtschaftswunder“, eine Veranstaltung mit umfangreichem Rahmenprogramm rund um die 1950er/ 1960er Jahre, verbunden mit einem verkaufsoffenen Sonntag. Die Veranstaltung vermittelt die von Aufbruch und wirtschaftlichem Aufschwung geprägte Epoche und weckt bei den Besuchern Erinnerungen an diese Zeit. Der erste Fernseher, das erste Auto, die erste Urlaubsreise in den Süden symbolisieren den Zeitgeist genauso wie der Gewinn der Fußball-Weltmeisterschaft 1954: Deutschland ist wieder wer!

Während diese Zeit in Deutschland musikalisch durch Stars wie Peter Kraus, Hazy Osterwald, Freddy Quinn oder auch Connie Froboess geprägt wurde, schwappte der aus Amerika stammende und für Veränderung und Lebensfreude stehende Rock'n'Roll über den großen Teich nach Europa. Elvis Presley, Bill Haley und Buddy Holly wurden auch in Deutschland zu Ikonen dieser Zeit.

Dieses umfangreiche Repertoire an Möglichkeiten bietet die Grundlage für die Veranstaltung „Pforzheimer Wirtschaftswunder“. Mit Auftritten von „Wirtschaftswunder-Stars“ wie Bill Ramsey, Gus Backus, Ted Herold und Chris Howland, aber auch einer Vielzahl an Revival-Bands, lebte die legendäre Epoche in den zurückliegenden Jahren in Pforzheim wieder auf. Darüber hinaus sind in der ganzen Innenstadt themenorientierte Walking Acts, wie z.B. Marilyn Monroe oder Elvis Double, unterwegs.

Neben musikalischen Darbietungen reicht das Programm von der Wahl zur Miss Petticoat über Schlagerraten, Frisurwettbewerb „Die tollste Tolle“, Wundertütenverkauf und Hula-Hupp-Wettbewerbe bis hin zur großen prämierten Oldtimerausstellung mit Originalfahrzeugen aus dieser Zeit. In der gesamten Innenstadt präsentieren sich neben deutschen Kleinwagen der Wirtschaftswunderzeit wie BMW Isetta, Goggomobil oder Messerschnitt Kabinenroller auch eine Vielzahl an amerikanischen Straßenkreuzern und europäischen Mittelklassewagen. Bereits  zum begehrten Sammlerobjekt etabliert hat sich der „Wirtschaftswunder-Pin“, auf dem jährlich ein wechselndes „Wirtschaftswunderauto“ dargestellt wird. Kreiert wird der Pin immer von einem anderen Pforzheimer Künstler und der Verkaufserlös geht an eine soziale Einrichtung.

Auch die Einbeziehung der Bevölkerung durch Fotowettbewerbe und Gewinnspiele ist ein wesentlicher Bestandteil der Veranstaltung. Durch eine groß angelegte Werbekampagne und begleitende redaktionelle Berichterstattung in der lokalen Presse wird die Veranstaltung über mehrere Wochen auch im weiteren Umland zum Gesprächsthema. Des Weiteren informieren eine Vielzahl an redaktionellen Berichten im Vorfeld wie auch in der Nachberichterstattung über die Veranstaltung. Eine bundesweite bzw. internationale Bewerbung der Veranstaltung erfolgt über Inserate in diversen Szene Magazinen (z.B. Oldtimer-Markt, Chrom und Flammen, Dynamite, Rock'n'Roll Musikmagazin).

Das Motiv für die Werbekampagne wird immer exklusiv für jede Veranstaltung entwickelt. Die sich jährlich ändernden Titelmotive orientieren sich klar an Motiven der 1950er und 60er Jahre. Mit einem klaren CI (Headline, etc) und wechselnden Motiven wird so Begehrlichkeit geweckt und trotzdem ein Wiedererkennungswert und Qualitätsanspruch gewährleistet. So beginnt mit einem Pressebericht zum jeweiligen Fotoshooting bereits ca. 3 Monate vor der Veranstaltung die Werbung.

Mit dem kontinuierlichen Aufbau einer Markenveranstaltung wird die „Wirtschaftswunderzeit“, als eine faszinierende und beeindruckende Epoche positiv nach außen transportiert und schafft bei der Bevölkerung Identität zur eigenen Stadt. Kaufkraftbindung und die Gewinnung neuer Kundengruppen aus dem weiteren Umland sind hierbei zentrale Ziele der Veranstaltung, die durch die Darstellung Pforzheims als moderne Erlebnis- und Einkaufsstadt erreicht werden.